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ZUR ALTERTÜMLICHEN BURG ÜBER DAS FLUSSTAL VON BEROUNKA

ZUR ALTERTÜMLICHEN BURG ÜBER DAS FLUSSTAL VON BEROUNKA

Der Hauptanziehungspunkt dieses Ausfluges wird wohl für die meisten Kinder die geheimnisvolle Burgruine Věžka sein, die uns mit spielender Leichtigkeit in die Welt von alten Zeiten, Fabeln und Erzählungen zurückversetzt.

Dank diesem Lehrpfad, der durch den ältesten Wanderweg in Plzeňsko führt, haben wir dann die einzigartige Möglichkeit, in die geheimnisvolle Natur der Flussumgebung von Berounka einzutauchen. Die Natur hier erleben wir am besten durch die wunderbaren Ausblicke von den Felsenufern und vor allem durch die Natursehenswürdigkeit „Malochova skalka“.

Der einheimischen Geschichte und der Naturschönheiten entgegen gehen wir diesmal vom Dorf Druztová aus. Über das Dorf innerhalb der Vorburg von Věžka finden wir schon in uralten Chroniken aus dem Jahr 1351 schriftliche Zeugnisse, und zwar im Zusammenhang mit dem Kirchenbau der Sv.Maří Magdaléna. Das heutige Dorf mit einem gepflegten um einen Teich angelegten Dorfplatz und mit der Dominante der Kapelle des Sv. Jan Nepomucký befindet sich schon deutlich höher als die ursprüngliche Vorburg, und bietet sogar eine Infrastruktur für Touristen - Geschäfte, Restaurants und auch ein Postamt. Unsere ersten Schritte gehen direkt von der Kapelle aus, durch eine Lindenbaumallee bis zum ältesten sakralen Bau in Druztová, zu der Kirche Sv.Maří Magdaléna. In der Nähe dieser Kirche standen ursprünglich auch ein Pfarrhaus und Holzhäuser der Dorfbewohner, die aber in den Hussitenkriegen zerstört wurden und so nur die Kirche später erneuert und somit auch gerettet wurde.
Hinter der Kirche gehen am Weg an den Ort, wo in Sicherheit auf einem Felsen über den Fluss Berounka Menschen schon vor 6000 Jahren angesiedelt waren. Unter der Regierung von Václav II., um das Jahr 1300, ließ hier Ratmír von Chrást eine gut befestigte Burg mit einem auffälligen Turm errichten, nach dem die Burg dann auch ihren Namen - Věžka bekam. Im Jahr 1478 wurde diese Burg durch die verbündete Armee (Pilsen und Ungarn) von Matyáš Korvín belagert und sie wurde dann endgültig zerstört. Im Laufe der Zeit ist fast die ganze Burgruine verschwunden, die Anhöhe verwildert und von Gebüsch und Bäumen zugewachsen. Erst im Jahr 1962 begann der akademische Maler Václav Uchytil, gemeinsam mit Kindern aus einer Gruppe von Geschichtsinteressierten in Druztová die ganze Anhöhe zu säubern und einen neuen Zugangsweg zu bauen. Heute bieten sich uns von dem Felsen mit den bescheidenen Burgresten zauberhafte Ausblicke auf den Fluss und die Umgebung an, und auf der Infotafel erfahren wir auch mehr über die Burggeschichte. Kinder werden dann von historischen Abbildungen, die die mittelalterliche Burg in der ursprünglichen Gestalt abbilden und auch der Sage „Über eine Ente auf goldenen Eiern“ gefesselt. In den Burgtrümmern von Věžka gibt es angeblich einen geheimen Gang zum unterirdischen See, wo eine Ente auf goldenen Eiern sitzen soll. Wer die Eier bekommen möchte, muss sich dreimal den Gottesdienst anhören, im unterirdischen See baden und beim lauten Beten des Vaterunsers zu derjenigen Ente kommen, die ihm erlaubt, die Eier an sich zu nehmen.
Zurück im 21. Jahrhundert angekommen, gehen wir vom letzten 11. Haltepunkt des Lehrpfades „Po stopách Františka Malocha” aus, um die endlose Schönheit der Natur zu genießen. Wir laufen am Dorfrand Druztová vorbei und sobald wir in den Wald hineinkommen, biegt unser Weg langsam zum Fluss Berounka ab, wo uns ein Weg am steilen Felsenufer erwartet. Wir bewegen uns durch das Naturschutzgebiet, wobei über unseren Köpfen die Baumkronen von starken Eichen, Kiefern und Weißbuchen rauschen. Das außergewöhnliche Erlebnis der wunderschönen Ausblicke auf das Flusstal von Berounka wird im Frühling noch mehr durch eine Vielfalt der bunten Flora gesteigert, oder dann im Herbst durch die sich golden verfärbte Weißbuchen. Der Pfad ist dem bedeutenden Botaniker und Lehrer František Maloch gewidmet, der seine Forschung nicht nur im Gebiet von Plzeňsko, sondern auch im Böhmerwald, in Brdy, in Černý les und in Domažlicko betrieb. Die Ergebnisse seiner Forschung sind in der Enzyklopädie „Květena v Plzeňsku“ zusammengestellt und bis heute hält man dieses Werk als eines der bedeutendsten über die Flora, weit über den Kreis hinaus. Im Jahre 1951 wurde dem Botaniker František Maloch eine Gedenktafel am 4. Haltepunkt des Lehrpfades, auf dem Alpinum, enthüllt, da er diese Stelle gerne besuchte. Nach Druztová gehen wir auf der Straße zurück, der sich zwischen dem 4. und 3. Halt der Lehrpfad nähert.

Zuletzt geändert: Beránek Filip (24.11.2015)

 


 

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